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sani team Katalog "Gesundheit für Alle"

Häusliche Pflege Häusliche Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt Unmittelbar im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt besteht die Möglichkeit, als Leistung der Krankenkasse »häusliche Krankenpflege« und »häusliche Behandlungspflege« zu beantragen. Der Pflegebedürftige wird hierbei in seinem häuslichen Umfeld im Bereich der Grundpflege (Mobilisation, Körperpflege etc.) und der Behandlungspflege (Wundversorgung, Spritzen etc.) durch einen zugelassenen Pflegedienst versorgt. Diese Versorgungsform wird für den Zeitraum von vier Wochen gewährleistet. In begründeten Ausnahmefällen kann dieser Zeitraum verlängert werden. Häusliche Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz Anspruch auf Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz hat der Versicherte, der wegen einer Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer – voraussichtlich jedoch für mindestens sechs Monate – in erheblichem oder höherem Maß der Hilfe bedarf. Seit dem 1. Juli 2008 ist die Pflegeversicherung reformiert und in ihren Leistungen verbessert worden. Ein Angehöriger wird zum Pflegefall –die ersten Schritte Ziel des Pflegeversicherungsgesetzes ist es, dem Pflegebedürftigen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Wird ein Familienmitglied zum Pflegefall, sind vor allem folgende Punkte zu bedenken: Feststellung und Einstufung der Pflegebedürftigkeit • Frühzeitig, bereits während eines stationären Aufenthalts, bei absehbarer Pflegebedürftigkeit einen Antrag auf Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz stellen. • Im häuslichen Bereich den Antrag ebenso frühzeitig mit dem Hausarzt absprechen. • Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (oder andere unabhängige Gutachter) stellt den Grad der Pflegebedürftigkeit fest und stuft den Patienten ein (Formular über die zuständige Pflegekasse). • Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der Einstufung durch den Medizinischen Dienst oder andere unabhängige Gutachter. • Die Einstufung sollte im Interesse des Pflegebedürftigen auf der Grundlage eines korrekt ausgefüllten Pflegetagebuchs erfolgen. 72


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