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Kinder - Welt

Therapieformen Unterschiedliche Wege zur Therapieform: Verbesserung der Haltungskontrolle gegen die Schwerkraft und Regulierung der Muskelspannung durch koordinierte Bewegungen sowie die Hemmung unnatürlicher Haltungs- und Bewegungsmuster (nach Bobath). Das Bobath-Konzept basiert auf neurophysiologischer Grundlage und ist ganz- heitlich ausgerichtet. Ziel der Behandlung ist es, den Kindern über Bewegungs- erfahrungen sensomotorisches Lernen zu ermöglichen, die Eigenaktivität des Kindes aufzugreifen, zu verstärken und ggf. zu modifizieren (»Selbstorganisa- tion«). In der Therapie wird insbesondere die Entwicklung einer Tonusregula- tion von Haltungs- und Bewegungsmustern unterstützt. Dies dient dem Kind zur Verbesserung und Ausweitung seiner individuellen Möglichkeiten. Bewegungsarbeit in bestimmten Körperstellungen über Reflexe und Reaktionen (nach Vojta) Bei der Vojta-Behandlung wird unser Gehirn angeregt, das Programm der an- geborenen idealen Bewegungsmuster in Gang zu setzen. Die Grundlage für die se nsomotorische Rehabilitation von Säug lingen, Kleinkindern und Erwachsenen nach dem Vojta-Prinzip bilden Ganzkörpermuster für die Fortbewegung, Reflex- kriechen (RK) und Reflexumdrehen (RU). Die Vojta-Therapie eignet sich zur Behandlung im neu romuskulären Bereich. Sie bietet eine große Chance, als Früh- therapie in den ersten Lebensmonaten, bevor sich abnormale Haltungs- und Bewegungsmuster in pathologische verändern und als Ersatzmuster kortikal fixie- ren können. Mototherapie Die Mototherapie (»psychomotorische Übungsbehandlung«, auch Motopädie oder Motopädagogik) hat zum Ziel, die Bewegungsmöglichkeiten des Kindes 14


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