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Kinder - Welt

In der Regel dürfte daher bei der Versorgung von Kindern die Zuständigkeit der Krankenkasse Vorrang vor der der Pflegekasse haben. 2. Inhalte des Anspruchs Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Versicherten wirtschaftlich zu versorgen (§ 2 SGB V). Sie können daher als Versorgungsform entweder die Hilfsmittel für den Versicherten kaufen oder dem Versicherten die Hilfsmittel leihweise überlassen. Bei der leihweisen Überlassung ist es möglich, dass gebrauchte, noch voll funk- tionsgerechte Hilfsmittel zum Einsatz kommen. 3. Was tun, wenn ein Antrag auf Hilfsmittel von der Krankenkasse ganz oder teilweise abgelehnt wird? Gegen eine Ablehnung der Krankenkasse kann im Wege des Widerspruchs- verfahrens vorgegangen werden. Der Widerspruch muss vom Versicherten, d. h. bei Minderjährigen durch den gesetzlichen Vertreter, eingelegt werden. Beschreiben Sie in Ihrem Widerspruch detailliert die häusliche Situation und die Hintergründe der beantragten Versorgung. Holen Sie sich unterstützende Hilfe über ergänzende, schriftliche Stellungnahmen seitens der Ärzte, Thera- peuten und Ihres reha team-Beraters. Unterstreichen Sie insbesondere auch den Aspekt des bestehenden Vertrauens- verhältnisses zum Sanitätshaus Ihrer Wahl und Ihrem dortigen, persönlichen Ansprechpartner. Die Versorgung mit Hilfsmitteln berührt für die Familien zu- meist einen sehr persönlichen Lebensbereich. Die Fachleute des reha teams begleiten und beraten die Kinder über viele Jahre in deren Wachstum und ihrer allgemeinen Entwicklung. Insofern kennen sie deren spezifische Belange für eine zielgerichtete Versorgung. Machen Sie deutlich, dass Sie das bestehende Vertrauensverhältnis nicht aufzugeben bereit sind. 25


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