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Kinder - Welt

wenn kleine Kinder hinsichtlich ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung Unterstützung benötigen. In den einschlägigen Gesetzestexten (SGB IX) wird von der Frühförderung behinderter und von Behinderung be- drohter Kinder gesprochen. Die notwendigen Hilfen können nur in fachübergreifender Zusammenarbeit an- gemessen gestaltet werden. Medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Hilfen sind dabei als unverzichtbare Bestandteile eines ganzheitlichen Hilfekonzepts zu sehen, in das die Familie selbst einbezogen ist. Insgesamt geht es also um Frühförderung mit den Familien. Sie bestimmen den Weg und die auszuwählenden Maßnahmen maßgeblich mit. Frühförderung strebt an, Auffälligkeiten oder Beeinträchtigungen möglichst früh zu erkennen, das Auftreten von Behinderungen zu verhüten, Behinderungen und ihre Folgen zu mildern oder zu beheben. Dadurch soll das Kind best- mögliche Chancen für die Entfaltung seiner Persönlichkeit bekommen. Es soll optimale Entwicklungschancen für ein selbst bestimmtes Leben und für gleich- berechtigte gesellschaftliche Teilhabe geboten bekommen. Die Frühförderung kann bald nach der Geburt beginnen. Nach der Vollendung des 3. Lebens- jahres wird sie hauptsächlich in Kindertagesheimen durchgeführt. In der Regel endet sie mit der Vollendung des 6. Lebensjahres. Kostenträger für ärztlich verordnete medizinische Maßnahmen ist die Krankenversicherung bzw. bei Bedürftigkeit der Sozialhilfeträger. Die Kostenübernahme erfolgt auf ärztliche Verordnung; nicht-medizinische (sozialpädagogische/therapeutische) Behandlung ist der Sozialhilfeträger (Sozialamt). Für einige Maßnahmen gelten bei der Finan- zierung allerdings be stimmte Einkommensgrenzen. Die Kostenübernahme geschieht auf Antrag der Eltern nach ärztlicher Ver- ordnung. 9


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