Page 16

reha team Katalog "Mobilität & Pflege"

16 Rollstuhlversorgung Durch den vollständigen oder teilweisen Verlust der Gehfähigkeit »ersetzt« der Rollstuhl die Funktion der Beine. Deshalb kommt den Fahreigenschaften eine so große Bedeutung zu. Jede noch so kleine positive Adaptionsmöglichkeit, die den Rollstuhl wendiger und leichter macht, wirkt sich sofort auf die Mobilität seines Benutzers aus. Das Sitzen im Rollstuhl ist jedoch genauso entscheidend für den Alltag eines Rollstuhlfahrers. Therapie- und Mobilitätsziele sind eng miteinander verknüpft. Das Ziel heißt Mobilität Die Anatomie und Physiologie des gesunden Menschen ist im Alltag auf Stehen und Gehen ausgerichtet. Unsere Intention ist es dabei, die Umwelt zu erleben und zu begreifen. Rumpfstabilität und -mobilität sind dabei die Schlüssel zur Wahrnehmung und Kommunikation. Die Position des Beckens hat eine zentrale Bedeutung – nicht nur beim Stehen, sondern auch im Sitzen. Nichtbehinderte haben die Möglichkeit, Sitzpositionen zu wechseln. Gründe dafür können sein: Unbequemlichkeit, Sitzdruck, Verspannungen oder Schmerzen. Dauerhaftes Sitzen jedoch über lastet Knochen, Bänder, Muskulatur und innere Organe. Sitzen im Rollstuhl ist Langzeit-Sitzen. Viele Rollstuhlbenutzer sind nicht oder nur bedingt in der Lage, ihre Sitzposition zu verändern, wenn sie zum Beispiel Schmerzen empfinden. Deswegen kommt dem »Hilfsmittel« Rollstuhl, seiner körper- und behinderungsgerechten Adaption, große Bedeutung zu. Sitzfläche und Rückenlehne bilden eine Einheit, um dem Becken Stabilität zu geben. Folgende Faktoren spielen dabei eine besondere Rolle: Sitzbreite Sitztiefe Rückenhöhe Sitzneigung Rückenlehnenwinkel Konturen von Sitz- und Rückenbespannung Materialien (weich, hart, glatt, rutschsicher)


reha team Katalog "Mobilität & Pflege"
To see the actual publication please follow the link above