Wenn Wunden nicht heilen wollen

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Richtige Versorgung bei chronischen Wunden

 

Autoren: Christian Sujata und Gunnar Römer

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Wunde, die einfach nicht heilen will. Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre vergehen, und die Verletzung bleibt bestehen. Für rund 2,7 Millionen Menschen in Deutschland ist dies laut des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie bittere Realität. Chronische Wunden sind nicht nur schmerzhaft und belastend für die Betroffenen, sondern stellen auch eine enorme Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. In diesem Artikel beleuchten wir die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten chronischer Wunden und zeigen auf, welche zentrale Rolle die Sanitätshäuser mit dem Lächeln in der Versorgung spielen.

Chronische Wunden sind Verletzungen der Haut oder des darunter liegenden Gewebes, die nicht innerhalb des erwarteten Zeitraums heilen. Während akute Wunden in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen abheilen, persistieren chronische Wunden oft über Monate oder sogar Jahre. Sie durchlaufen nicht die normalen Phasen der Wundheilung, sondern verharren meist in der Entzündungsphase.

Im Pflegealltag stellen chronische Wunden häufig eine Herausforderung dar – Risikofaktoren sind eine Reihe von Grunderkrankungen, darunter Diabetes mellitus oder arterielle oder venöse Durchblutungsstörungen, sowie Immobilität und schlechter Ernährungszustand. Die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen sind oft gravierend. Chronische Schmerzen, eingeschränkte Mobilität und soziale Isolation sind häufige Begleiterscheinungen. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Infektionen oder im schlimmsten Fall Amputationen.

Wenn Sie oder eine Angehörige bzw. ein Angehöriger von einer chronischen Wunde betroffen sind, ist professionelle Hilfe wichtig. Ärztinnen und Ärzte bzw. Pflegepersonal arbeiten dabei eng mit den Expertinnen und Experten aus Sanitätshäusern zusammen, um eine passende Behandlung zu finden. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Wir haben uns die Arbeit einer Expertin für die Wundversorgung aus einem Sanitätshaus genauer angeschaut:

 

Patientinnen und Patienten profitieren von ganzheitlicher Herangehensweise

Chronische Wunden verheilen auch nach mehreren Wochen nicht vollständig. Dies kann mehrere Ursachen haben. Oft verhindern Durchblutungsstörungen, dass der normale Heilungsprozess angestoßen und aufrechterhalten wird. Dann kommt es auf die richtige Therapie an, bei der Sanitätshäuser eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammenarbeiten. Eine ganzheitliche Behandlung hilft den Betroffenen am besten.

© Bernd Ginsberg GmbH

Zu den größten Wundern der Medizin gehört die Wundheilung. Nur Sekunden nach einer Verletzung stößt der Körper eine Reihe von Reaktionen an, an deren Ende der vollständige Verschluss einer Wunde steht. Nicht so bei einem chronischen Geschehen. „Ist auch nach acht Wochen noch kein vollständiger Wundverschluss erreicht, liegt eine chronische Wunde vor“, so Julian Lotz vom Siegener Homecare-Unternehmen begiCare 57, das sich neben den Themen Inkontinenz- und Stomaversorgung sowie enterale Ernährung auch auf die Diabetes- und Wundversorgung spezialisiert hat.

Vielseitige Ursachen für chronische Wunden

„Zu einer häufigen Ursache von chronischen Wunden gehört die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus“, sagt Julian Lotz. Durch den ständig erhöhten Blutzucker kommt es zu Schädigungen an den kleinen arteriellen Gefäßen, ganze Areale werden nicht mehr richtig durchblutet und damit nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wundheilungsstörungen sind die Folge eines schlecht eingestellten Blutzuckers, die bekannteste Ausprägungsform ist der diabetische Fuß. Auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) kann den normalen Heilungsprozess stören. Dasselbe gilt für arterielle Gefäßverschlüsse infolge intensiven Rauchens. „Das Problem kann außerdem auch an den Venen liegen“, stellt Julian Lotz fest. Bei der venösen Insuffizienz beispielsweise sind die Venen nicht mehr ausreichend in der Lage, Blut zurück zum Herzen zu transportieren. Eine weitere Form chronischer Wunden sind Druckgeschwüre (Dekubiti), die bspw. durch längeres Liegen entstehen. Die ständige Druckeinwirkung behindert in diesem Fall eine adäquate Wundheilung.

Behandlung richtet sich nach der Ursache der chronischen Wunde

© Bernd Ginsberg GmbH

Je nachdem, welche Ursache hinter der chronischen Wunde steckt, kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz, die in enger Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, Sanitätshaus und Pflegepersonal zur Anwendung kommen. Liegt die Ursache der Durchblutungsstörung im Bereich der Venen, kommt die sogenannte Kompressionstherapie zur Anwendung. „Die bekannteste Form sind, neben weiteren adaptiven Kompressionssystemen, sicherlich die Kompressionsstrümpfe“, berichtet Vera Nierzwiki, Geschäftsführerin von begiCare 57. Das Prinzip dahinter ist, einen leichten Druck auf die Venen auszuüben, wodurch der Blutrückfluss zum Herzen verbessert wird. „Dies optimiert letztendlich auch die Wundheilung“, weiß Julian Lotz. Eine arterielle Ursache verlangt mitunter eine gefäßchirurgische Intervention, um die Durchblutung und damit die Wundheilung wiederherzustellen. Dies geschieht, indem ein verschlossenes Gefäß mittels Ballon oder Stent wiedereröffnet wird. Liegt ein Diabetes mellitus zugrunde, ist eine richtige Blutzuckereinstellung unter besonderer Berücksichtigung des Langzeitblutzuckerwertes (HbA1c) elementar.

Moderne Versorgung beinhaltet auch Schmerzmanagement

Da nur saubere Wunden auch richtig heilen, kommt der Wundreinigung eine besondere Bedeutung zu. „Hierfür stellen wir spezielle Spüllösungen bereit“, so Fachmann Lotz. Bei einer infizierten Wunde kommen antiseptische Produkte zur Anwendung. Anschließend erfolgt die eigentliche Versorgung, u. a. mit dem entsprechenden Verbandsmaterial.

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Die Firma begiCare 57 hat ihren Hauptsitz in Siegen und wurde 2002 von Bernd Ginsberg gegründet. Seit Oktober 2022 ist Vera Nierzwiki alleinige Gesellschafterin, die Geschäftsführung wird von ihr und Bernd Ginsberg wahrgenommen. Insgesamt sind 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mehr über das Sanitätshaus erfahren Sie hier:
www.begicare57.de
facebook.com/begi24

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