Adäquat versorgt bei Inkontinenz

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Ableitende Hilfsmittel für eine bessere Lebensqualität

 

Autorin: Susanne Hoffmann

Harndrang, unkontrollierter Verlust von wenig bis viel Harnflüssigkeit – das Thema Inkontinenz ist weitverbreitet und kommt in allen Altersstufen vor. So divers die Formen einer Blasenschwäche sind, so verschieden sind die Gründe dafür. Entsprechend bedarf es auch passgenauer Behandlungsmethoden und Hilfsmittel. Stefan Weber vom Medical Center Südwestfalen (MCS) berät und betreut Menschen mit Harninkontinenz. Der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger leitet den Außendienst von MCS und verfügt u. a. über eine Zusatzqualifikation als Fachkraft zur Kontinenzförderung.

© MCS Medical Center Südwestfalen GmbH & Co. KG

Die Ursachen für Inkontinenz reichen von husten, niesen, körperlicher Anstrengung über Blasenentzündungen, Prostataerkrankungen bei Männern, schlaffen Beckenboden bei Frauen bis hin zu Tumorerkrankungen, Multipler Sklerose (MS) oder Parkinson. „Bei leichter bis mittlerer Inkontinenz genügen oft Einlagen, sogenannte aufsaugende Maßnahmen. Wenn schwerer und schwerster Verlust von Harnflüssigkeit vorliegt, verschreiben Hausärztinnen und -ärzte oder Urologinnen und Urologen in der Regel ableitende Inkontinenzhilfen, die als Katheter bekannt sind“, erklärt Stefan Weber. Seine Arbeit beginnt, sobald ein Rezept ausgestellt wurde. Er beliefert die Betroffenen mit Inkontinenzhilfen und Zubehör, erklärt ihnen bzw. dem Pflegepersonal oder Angehörigen die Anwendung, kümmert sich um die Dauerversorgung und berät auch zu weiteren Hilfsmitteln bei gesundheitlichen Veränderungen, um eine stets adäquate Versorgungssituation zu erhalten.

Insbesondere pflegebedürftige Menschen oder jene, die nach einem Unfall oder mit Prostataleiden keine Kontrolle übers Wasserlassen haben bzw. extrem schwach oder körperlich stark eingeschränkt sind, benötigen ableitende Inkontinenzhilfen aus dem Sanitätshaus. „Es gibt nicht den einen Katheter für alle. Wir schauen uns genau an, welche Ausführung sich individuell am besten eignet“, schildert Weber seine Arbeit.

Am geläufigsten ist der Dauerkatheter, der durch die Harnröhre in die Blase gelegt und dann mit einem Bett- sowie Beinbeutel versorgt wird, den man regelmäßig leert. Stefan Weber empfiehlt alternativ den Suprapubischen Fistelkatheter (SPF). „Bei dieser Katheterversorgung ist die Gefahr einer Blasenentzündung geringer, weil der Katheter nicht durch die Harnröhre, sondern durch die Bauchdecke gelegt wird. Außerdem ist der SPF angenehmer für den Patienten bzw. die Patientin, weil das Gefühl des Fremdkörpers in der Harnröhre entfällt.“ Gewechselt wird der Katheter alle vier bis sechs Wochen – allerdings von der Urologin oder vom Urologen. Noch zu erwähnen ist der Nierenfistelkatheter, der als besondere Form der Harnableitung bei speziellen Indikationen infrage kommt.

Sich selbst katheterisieren

Für Menschen, bei denen eine neurologische Blasenfunktionsstörung diagnostiziert wurde und die z. B. im Rollstuhl sitzen oder an MS erkrankt sind, gibt es die Möglichkeit, sich selbst zu katheterisieren mit einem sogenannten ISK-Katheter oder Einmal-Katheter. Es ist ein flexibles, schlauchförmiges Instrument zur einmaligen Entleerung der Blase. Geeignet ist dieses Hilfsmittel auch für Menschen mit einer Schließmuskelstörung oder Prostatathematik, wodurch unter Umständen keine normale Blasenentleerung stattfinden kann oder Restharn in der Blase verbleibt. „Das Instrument ist für Leute jeden Alters geeignet. Es ist eine saubere Sache und mit etwas Übung gut umsetzbar. Etwa sechsmal am Tag benutzt man den Einmalkatheter“, so Weber.

Beim ISK-Katheter setzt die Arbeit von Stefan Weber ein, wenn der oder die Betroffene aus dem Krankenhaus oder von der Urologin oder vom Urologen mit entsprechendem Rezept kommt. „Wir erklären, wie das Hilfsmittel funktioniert, beraten herstellerneutral, welche Produkte es gibt, und üben die Anwendung.“ Der Kontinenzexperte macht sich stark für dieses Hilfsmittel: „Der Einmalkatheter sollte da, wo er eine Alternative bietet, öfter zum Einsatz kommen. Er verleiht mehr Freiheit und Flexibilität als ein Dauerkatheter, bei dem man stets einen Urinbeutel mit sich führen muss.“ Genau hier sieht Stefan Weber auch eine seiner wichtigen Aufgaben: Den Menschen die Vorteile von Hilfsmitteln zu erklären, sie an den Gebrauch zu gewöhnen und dabei behilflich zu sein, den Tagesablauf so gut wie möglich zu gewährleisten. „Erst dann gebe ich mich zufrieden – wenn ich für meinen Patienten oder meine Patientin die individuell beste Lösung gefunden habe“, lautet sein Credo.

© MCS Medical Center Südwestfalen GmbH & Co. KG

Das MCS Medical Center Südwestfalen mit Hauptsitz in Iserlohn-Grürmannsheide wurde 2008 gegründet. Mitt lerweile verfügt es über 13 Sanitätshäuser rund um die Region Südwestfalen und beschäft igt mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr über das Sanitätshaus mit dem Lächeln erfährst du hier:
www.mcs-medicalcenter.de
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