Buchtipps
Bücher und Filme der Woche (KW 50)
Diese Woche spannt unsere Auswahl einen weiten Bogen: vom Gesundheitsratgeber, der Lust auf ein selbstbestimmtes Leben im „Best Body“ macht, über eine große Gesellschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit, einen wiederentdeckten Frauenroman aus der Weimarer Republik und kluge Essays über die legendäre Band Can bis hin zu eindringlichen neuen Romanen über Identität, Familie und Selbstfindung. Zwei opulente Bildbände führen schließlich mitten hinein in die Geschichte Bochums – einmal auf Schienen, einmal quer durch die Stadtviertel.

Cordelia Schott: Gesundheit kannst du lernen
In diesem Ratgeber zeigt die Ärztin und Podcasterin Cordelia Schott, dass Gesundheit kein Schicksal, sondern eine erlernbare Kompetenz ist. Anhand von sieben „Schlüsseln“ – von Ernährung und Bewegung über Schlaf und hormonelle Balance bis hin zu Mindset und innerer Energie – erklärt sie, wie man Schritt für Schritt die Verantwortung für den eigenen Körper übernimmt. Mit klaren Bildern und alltagstauglichen Beispielen macht sie deutlich, wie kleine Verhaltensänderungen große Wirkung entfalten können.
Schott verbindet fundiertes ärztliches Wissen mit der Energie ihrer beliebten Bühnenauftritte und ihres Podcasts „Gesundheit kannst du lernen“. Ihr Ton ist motivierend, aber nie dogmatisch – ein Buch, das eher Lust auf Veränderung macht, als mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
Becker Joest Volk Verlag | Kartoniert | 250 Seiten | 26,00 €

Rudolf Schlögl: Europas Frühe Neuzeit. Geschichte und Theorie einer Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne
Rudolf Schlögl erzählt die Geschichte Europas von etwa 1500 bis 1800 als tiefgreifende Transformation: aus einer ständisch-hierarchischen Welt des Spätmittelalters entsteht schrittweise eine funktional differenzierte, moderne Gesellschaft. Er analysiert, wie neue Kommunikationsformen, Medien, Rechts- und Wirtschaftssysteme sowie religiöse Bewegungen die Grundlagen der Moderne legten – ohne eine simple Fortschrittserzählung, sondern mit Blick auf Zufälle, Brüche und Widerstände.
Schlögl, emeritierter Historiker aus Konstanz, ist für seine medien- und gesellschaftstheoretisch geschärften Studien zur Frühen Neuzeit bekannt. Mit diesem voluminösen Band legt er eine beeindruckend dichte Gesamtschau vor, die sich ideal für alle eignet, die tiefer in die Voraussetzungen unserer modernen Welt eintauchen möchten. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
Wallstein Verlag | Gebunden mit Schutzumschlag | 783 Seiten | 40,00 €

Mopsa Sternheim: Im Zeichen der Spinne
Berlin, späte 1920er- und frühe 1930er-Jahre: Vivan liebt das Nachtleben, die Kunst und ihre Freiheit – und streift durch queere Künstlerkreise, während draußen die Weltwirtschaftskrise tobt. Eine unglückliche Affäre mit einem älteren Dichter treibt sie in eine existenzielle Krise, die in einem Suizidversuch gipfelt. Vivan überlebt und ringt um ein selbstbestimmtes Leben, bis eine neue Beziehung und eine ungeplante Schwangerschaft ihr Leben erneut radikal verändern – in einem Moment, in dem die Nationalsozialisten an die Macht kommen und ein aggressiver Gewaltkult die Gesellschaft erfasst.
Mopsa Sternheim, Tochter von Carl und Thea Sternheim, war eng vernetzt mit der literarischen Bohème ihrer Zeit; ihr einziger Roman galt lange als verschollen und wurde erst vor Kurzem wiederentdeckt. Die Neuedition macht einen literarischen Schatz zugänglich, der mit scharfem Blick und knapper, expressionistischer Sprache die Zerbrechlichkeit weiblicher Autonomie in einer radikalisierten Gesellschaft ausleuchtet – ein Buch, das zugleich zeitgeschichtliches Dokument und hochaktuelle Lektüre ist. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
Wallstein Verlag | Gebunden mit Schutzumschlag | 364 Seiten | 5 z.T. farb. Abb | 24,00 €

Hendrik Otremba: Can. Essays zu Werk und Ästhetik
Hendrik Otremba widmet sich in acht Essays der legendären Kölner Band Can. Er erzählt von den Anfängen Ende der 1960er-Jahre, von wagemutigen Studioexperimenten zwischen Pop und Avantgarde, von Filmmusiken und rauschhaften Live-Auftritten. Zugleich verfolgt er die Solokarrieren der Bandmitglieder, zeigt Kontinuitäten in ihrer Ästhetik auf und porträtiert die Musiker als beseelte Klangforscher. Ein ausführliches Gespräch mit Bandgründer Irmin Schmidt vertieft den Blick auf Arbeitsweise, Einflüsse und Nachwirkung von Can.
Otremba ist selbst Schriftsteller, Musiker und Dozent für kreatives Schreiben – und genau diese Doppelperspektive macht das Buch so reizvoll: Er schreibt kenntnisreich und zugleich mit hörbarer Begeisterung, ohne in bloße Fanprosa zu verfallen. Für Can-Liebhaber ist der Band ein Genuss, für Neulinge ein inspirierender Einstieg in eine der eigensinnigsten Bands der Popgeschichte. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
Wallstein Verlag | Hardcover (bedruckter Bezug) | 120 Seiten | 20,00 €

Yasmin Zaher: Schmutz
Eine junge palästinensische Emigrantin lebt in New York und versucht, ein perfektes, „sauberes“ Selbstbild zu erschaffen: Das ererbte Vermögen ist blockiert, das Heimatland existiert nur noch als Erinnerung, ein Kindheitstrauma verfolgt sie. Als Lehrerin experimentiert sie mit unkonventionellen Methoden, zugleich entwickelt sie einen waghalsigen Plan, um auf dem Schwarzmarkt an Geld zu kommen. In ihrer Obsession für teure Reinigungsprodukte und makellose Oberflächen spiegelt sich der Versuch, Kontrolle über ein innerlich zerrissenes Leben zu gewinnen.
Yasmin Zaher, 1991 in Jerusalem geboren, hat Biomedizintechnik in Yale sowie Kreatives Schreiben in New York studiert; ihr Debüt wurde international gefeiert und ausgezeichnet. „Schmutz“ ist ein radikal zeitgenössischer Roman, der Fragen nach Identität, Exil, Klasse und Körperbildern mit schwarzem Humor und großer stilistischer Präzision verhandelt – Literatur, die lange nachhallt. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 3 x Expl.!)
Blessing (Penguin Random House) | Hardcover mit Schutzumschlag | 272 Seiten | 24,00 €

Jan-Philipp Sendker: Akikos lange Reise
Akiko hat getan, wovon viele nur träumen: Sie kündigt ihren sicheren, gut bezahlten Job in Tokio – und steht plötzlich vor einem Leben voller Freiraum, aber ohne klare Richtung. Ihr einziger Freund, der zurückgezogene Kento, kann ihr kaum helfen. Akiko macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, der die Familie kurz nach ihrer Geburt verlassen hat, und reist in ein abgelegenes Dorf auf dem Land. Die Begegnung mit ihm wird zur Enttäuschung – doch auf den verschlungenen Wegen dieser Reise findet Akiko Schritt für Schritt zu ihren eigenen Wurzeln und zu einer neuen inneren Stärke.
Sendker, bekannt durch seinen Weltbestseller „Das Herzenhören“, lebt heute in Potsdam, nachdem er lange als Journalist in Asien gearbeitet hat. Mit „Akikos lange Reise“ setzt er seine Japan-Reihe fort und erzählt in ruhigen, atmosphärisch dichten Bildern von Einsamkeit, Selbstbestimmung und dem Mut, das eigene Leben noch einmal neu zu entwerfen – ein Roman für alle, die leise, aber tief berührende Geschichten lieben. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 3 x Expl.!)
Blessing (Penguin Random House) | Hardcover, Pappband | 352 Seiten | 24,00 €

Sirpa Kähkönen: Komm, Mama
In „Komm, Mama“ steht die Beziehung zwischen einer Tochter und ihrer Mutter im Mittelpunkt. Als die Mutter alt und verletzlich wird, verschieben sich die Rollen: Aus der Tochter wird eine Verantwortliche, die zugleich mit den eigenen Erinnerungen, unausgesprochenen Konflikten und den blinden Flecken der Familiengeschichte konfrontiert ist. In Gesprächen, Rückblenden und Alltagsmomenten setzt sich Schritt für Schritt ein Bild davon zusammen, was Nähe bedeutet – gerade dann, wenn Loslassen unvermeidlich wird.
Sirpa Kähkönen gehört zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen finnischen Literatur und ist für ihre fein gezeichneten Figuren und historisch sensiblen Romane bekannt. „Komm, Mama“ überzeugt durch seine zarte, genaue Sprache und den behutsamen Blick auf das Altern – ein Buch, das ganz ohne Pathos tief berührt und lange nachwirkt. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 3 x Expl.!)
Blessing (Penguin Random House) | Hardcover, mit Schutzumschlag | 304 Seiten | 24,00 €

Ludwig Schönefeld: Die Straßenbahn in Bochum. Unterwegs rund um den Kuhhirten seit 1894
Dieser Bildband erzählt die Geschichte der Bochumer Straßenbahn vom späten 19. Jahrhundert bis heute. Rund 180 überwiegend unveröffentlichte Fotografien zeigen Wagen, Linienführungen und Betriebshöfe, aber auch Straßenszenen und Alltagsmomente entlang der Gleise. So entsteht eine Reise durch mehr als 130 Jahre Verkehrs- und Stadtgeschichte – von den frühen Pferdebahnen bis zu modernen Fahrzeugen.
Autor Ludwig Schönefeld ist ein ausgewiesener Kenner der Regional- und Verkehrsgeschichte des Ruhrgebiets. Mit diesem Band ist ihm eine lebendige, liebevoll kommentierte Hommage an die Bochumer Tram gelungen – ein Muss für Nahverkehrsfreunde und ein Vergnügen für alle, die ihre Stadt aus neuen Blickwinkeln entdecken möchten. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
GeraMond | Hardcover | 160 Seiten | ca. 180 Abbildungen | 29,99 €

Ludwig Schönefeld, Hansi Hungerige: Bochum in historischen Ansichten. Eine bewegende Bilderreise
„Bochum in historischen Ansichten“ versammelt rund 160 meist unveröffentlichte Fotografien aus der Stadtgeschichte. Die Bilder führen in längst verschwundene Straßenzüge, zeigen Arbeitswelt und Freizeit, Händler, Kinder und Feste – eine kurzweilige Zeitreise in das „alte Bochum“, die viele wiedererkennbare Orte ebenso einfängt wie übersehene Ecken.
Schönefeld und der Bochumer Lokalhistoriker Hansi Hungerige haben einen Band zusammengestellt, der Erinnerungen weckt und zum gemeinsamen Blättern einlädt. Der Band ist sorgfältig gestaltet und informativ kommentiert – ideal für alle, die sich für Bochums bewegte Geschichte interessieren oder ein besonderes Geschenk für Ruhrgebiets-Fans suchen. (Auf der SAM-Facebookseite verlosen wir 1 x Expl.!)
Sutton Verlag | Hardcover | 128 Seiten | ca. 160 Abbildungen | 24,99 €
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