Ganzheitliche Wohnumfeldberatung
Leben und Pflege dort, wo man sich wohlfühlt
Autor: Christian Sujata
Das eigene Zuhause ist für viele Menschen weit mehr als vier Wände – es ist Erinnerungsort, Rückzugsraum und Mittelpunkt des Alltags. Doch was passiert, wenn Alter, Krankheit oder Pflegebedarf den Alltag erschweren? Genau hier setzt die Wohnumfeldberatung an: Sie zeigt, wie sich die vertraute Umgebung so gestalten lässt, dass Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten bleiben.
Auf den kommenden Seiten lesen Sie, wie Sanitätshäuser Betroffene und Angehörige unterstützen – von der ersten Beratung bis zur Auswahl und Finanzierung der passenden Hilfsmittel. Wir stellen typische Alltagshilfen vor, erklären, wie Krankenkassen Kosten übernehmen und welche Rolle Angehörige dabei spielen. Außerdem geben wir Tipps, wie Sie Stolperfallen zu Hause erkennen, Fördermöglichkeiten ausschöpfen und mit einfachen Anpassungen großen Gewinn erzielen können.
Ob Haltegriffe im Bad, Rampen für die Haustür oder ein passendes Pflegebett – die Wohnumfeldberatung sorgt dafür, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können.
Das Zuhause gibt Geborgenheit – doch es birgt auch Risiken. Besonders im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität können schon kleine Hindernisse große Folgen haben. Statistiken zeigen deutlich, wie schnell ein Sturz den Alltag von heute auf morgen verändern kann. Laut Robert-Koch-Institut gaben im Jahr 2022 knapp 24 % der Über-65-Jährigen an, innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens einmal gestürzt zu sein. Besonders problematisch: Mehr als ein Drittel dieser Stürze ereignet sich in den eigenen vier Wänden – also genau dort, wo sich die meisten Menschen am sichersten fühlen.
Die Folgen sind oft schwerwiegend. So führt jeder vierte Sturz zu einem Krankenhausaufenthalt, und rund 40 % der Betroffenen benötigen anschließend Physiotherapie oder Rehabilitationsmaßnahmen. In Deutschland werden jedes Jahr etwa 500.000 Klinikaufnahmen auf Stürze zurückgeführt. Tragisch ist auch die Zahl der Todesfälle: Im Jahr 2023 starben rund 20.800 Menschen an den Folgen eines Sturzes, 84 % davon waren über 75 Jahre alt.
Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, das Zuhause frühzeitig anzupassen. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken:
• Sind Wege und DURCHGÄNGE BREIT GENUG für Rollator oder Rollstuhl?
• Gibt es STOLPERFALLEN wie Teppichränder, Kabel oder lose Beläge?
• Ist das Badezimmer mit HALTEGRIFFEN, RUTSCHFESTEN FLÄCHEN oder Sitzgelegenheiten ausgestattet?
• Sind Lichtschalter und Türklinken GUT ERREICHBAR?
• Werden Angehörige beim Helfen stark belastet, etwa durch SCHWERES HEBEN?
Viele Hilfsmittel – vom Pflegebett bis zum Duschhocker – sind im Hilfsmittelverzeichnis der Kranken- und Pflegekassen gelistet. Mit ärztlicher Verordnung oder Antrag übernehmen die Kassen in der Regel die Kosten.
Interview:
Frühzeitiger Besuch im Sanitätshaus
Interview: Carolin Oberheide

SAM: Herr Dodic, Herr Grunau von Borstel – viele Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Warum ist gerade die Wohnumfeldberatung dabei ein so wichtiger Schlüssel?
Dodic: Menschen werden älter oder sind plötzlich durch Unfall oder Krankheit eingeschränkt. Viele wollen das Pflegeheim möglichst lange hinauszögern und ihr Zuhause behalten. Oft ist die Hilfsbedürftigkeit ein schleichender Prozess – oder sie kommt mit einer plötzlichen Diagnose. Wir helfen, dass Betroffene mit wenig Aufwand eigenständig daheim leben können.
SAM: Wenn sich jemand für eine Beratung entscheidet: Wie läuft dieser Prozess konkret ab – und wer kann ihn überhaupt in Anspruch nehmen?
Dodic: Jeder kann sie beantragen – Betroffene selbst, Angehörige, Ärzte, Pflegedienste oder die Kassen. Das geht formlos und ohne Verpflichtung. Wiederholte Beratungen sind sogar die Regel, weil sich Lebensumstände ändern. Wir nehmen uns Zeit, Wohnung und Tagesablauf zu analysieren: Welche Diagnose liegt vor, welche Unterstützung gibt es, wo lauern Stolperfallen, wie breit sind Türen – vor allem die Badezimmertür? Wir lassen die Menschen Hilfsmittel ausprobieren und binden Angehörige oder Pflegekräfte ein, damit sie die Handhabung lernen.
Grunau von Borstel: Wichtig ist es gerade am Anfang, das Eis zu brechen. Kaum jemand gesteht sich gern ein, dass er Hilfe braucht. Deshalb braucht es Empathie und Fingerspitzengefühl. Manche bitten uns sogar, das Auto nicht direkt vor der Tür zu parken – aus Angst, was die Nachbarn denken könnten.
SAM: Sie haben angesprochen, dass es oft Fingerspitzengefühl braucht, weil Betroffene ungern Hilfe annehmen. Welche Rolle spielt dabei Ihre persönliche Herangehensweise in der Beratung?
Grunau von Borstel: Das hängt stark von der Einschränkung ab. Für den einen ist es ein Haltegriff, für den anderen ein Rollator – oder auch nur eine Greifzange. Entscheidend ist, Autonomie zu erhalten.
Dodic: Typische Hilfsmittel erleichtern ganz konkrete Alltagssituationen: Ein Pflegebett oder Aufstehsessel unterstützen beim sicheren Aufstehen, Duschhocker und Haltegriffe geben Stabilität im Bad, Toilettensitzerhöhungen machen das Hinsetzen und Aufstehen leichter, und Rampen helfen, die Wohnung selbstständig zu verlassen. Am besten ist es, wenn Interessierte rechtzeitig ins Sanitätshaus kommen. Dort können sie viele Hilfsmittel direkt testen.
SAM: Viele Menschen schieben das Thema vor sich her. Wann ist Ihrer Erfahrung nach der richtige Zeitpunkt, sich mit Hilfsmitteln und möglichen Anpassungen zu beschäftigen?
Dodic: Bei Seniorinnen und Senioren merken wir oft schon am Telefon, dass sie sich nach einem Klinikaufenthalt alleingelassen fühlen und erleichtert sind, bei uns ein offenes Ohr und Rat zu finden. Manche schieben die Beratung hinaus, bis es nicht mehr anders geht. Grunau von Borstel: Viele haben sich bis dahin nie mit Hilfsmitteln beschäftigt und stehen plötzlich ohne Plan da. Wir informieren, zeigen Möglichkeiten und geben Lebensqualität zurück.
SAM: Hilfsmittel klingen nach hohen Kosten. Wer übernimmt diese Ausgaben – und worauf sollten Betroffene und Angehörige achten?
Dodic: Hauptsächlich Kranken- oder Pflegekassen. Über unsere Schnittstelle können einfache Anträge teils in Minuten genehmigt werden. Wichtig zu wissen: Hilfsmittel sind in der Regel Leihgaben. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden, holen wir sie ab, warten und desinfizieren sie. Wer Neuware oder Sonderausstattung wünscht, bekommt diese selbstverständlich in unserem Sanitätshaus – allerdings gegen eine Zuzahlung.
Grunau von Borstel: Viele sind überrascht, welche Hilfsmittel – vom Rollator bis hin zum Elektroscooter – grundsätzlich von Krankenkassen übernommen werden können. Es lohnt sich also, sich zu informieren.
SAM: Am Ende geht es darum, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. Wie sehr tragen Hilfsmittel tatsächlich dazu bei, die Selbstständigkeit dauerhaft zu sichern?
Dodic: Meistens holen wir die Hilfsmittel erst ab, wenn jemand verstorben ist. Das zeigt: Viele durften tatsächlich bis zum Ende zu Hause bleiben.
Grunau von Borstel: Eine wichtige Voraussetzung ist das soziale Umfeld. Ohne Unterstützung wird es irgendwann schwierig. Moderne Hilfsmittel entlasten zudem Pflegende – vom Transfer bis zum rückenschonenden Arbeiten.
Die Wurzeln des Unternehmens Burbach+Goetz reichen bis ins Jahr 1871 zurück, als Wilhelm Goetz in Koblenz den Grundstein legte. Damit zählt es zu den ältesten Sanitätshäusern Deutschlands. Seit dem Zusammenschluss im Jahr 1988 begleitet Burbach+Goetz Menschen mit Hilfsmitteln und fachkundiger Beratung auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität – unterstützt durch modernste Reha- und Medizintechnik. Der Hauptsitz in Koblenz beherbergt ein großes Rollstuhlzentrum sowie einen Sanitätshaus-Showroom; hinzu kommen ein Außendienst im Umkreis von etwa 100 Kilometern sowie ein Versandhandel, der bundesweit und international agiert. Mehr als 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich für die Versorgung der Kundinnen und Kunden. Die Schwerpunkte liegen insbesondere auf dem Rollstuhlzentrum mit der größten Auswahl an Aktiv- und Elektrorollstühlen in der Region, einem CPAP-Center, der Versorgung mit Pflegebetten, Reha- und Medizintechnik sowie auf der Wohnumfeldberatung. Eine Besonderheit des Unternehmens ist die Kombination aus Onlineshop, stationärem Fachgeschäft und persönlicher Betreuung vor Ort.
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