Mein Leben mit CRPS
Die Entscheidung für ein neues Ich
Autorin: Wioletta Wyrwol
Wenn ich heute zurückblicke, kann ich selbst kaum glauben, welchen Weg ich gegangen bin. Vor über zehn Jahren begann für mich ein Albtraum, den niemand erahnen konnte: Nach einer Routine-Operation im Jahr 2013, bei der massive Fehler gemacht wurden, entwickelte ich die unheilbare Nervenerkrankung CRPS – Complex Regional Pain Syndrome.

Von einem Tag auf den anderen wurde aus meinem Leben ein Kampf. Ein ständiger, brennender Schmerz fraß sich in meinen Arm, ließ meine Hand anschwellen, verfärben, taub werden. Ärzte nannten es die „schmerzhafteste Erkrankung der Welt“. Für mich war es eine tägliche Hölle, die mich körperlich und seelisch in die Knie zwang.
Ich suchte verzweifelt nach Heilung, klammerte mich an jede Operation, an jede Therapie, an jedes Stück Hoffnung. Über 80 Eingriffe später war ich ausgelaugt, erschöpft, und doch brannte in mir noch ein Rest von Lebenshunger. Ich wollte nicht länger nur überleben – ich wollte wieder leben.
Die radikale Entscheidung
2019 stand ich an einem Punkt, an dem ich wusste: So geht es nicht weiter. Der Schmerz, das ewige Auf und Ab, die Aussichtslosigkeit – ich verlor mich selbst. Und dann traf ich eine Entscheidung, die mein Leben für immer veränderte: Ich ließ meinen rechten Unterarm amputieren. Viele fragten: „Wie kannst du so etwas tun? Wie kannst du freiwillig einen Teil von dir hergeben?“ Für mich war es kein rein symbolischer Akt — die Amputation war auch medizinisch lebensnotwendig, um einer drohenden Sepsis (Blutvergiftung) und weiteren lebensbedrohlichen Komplikationen zuvorzukommen. Ich verabschiedete mich von einem Körperteil, der mich gefangen hielt, und öffnete mich damit für ein neues Kapitel.
Der Kampf zurück ins Leben
Doch mit der Amputation war nichts einfach. Ich musste lernen, meinen Körper neu zu begreifen, meinen Alltag neu zu erfinden. Eine Prothese ist kein Knopfdruck zurück ins alte Leben – sie ist Training, Frust, Technik, Rückschläge.
Die ersten Versuche waren demütigend: eine Tasse halten, eine Jacke schließen, einen Zopf binden – plötzlich wurde Alltägliches zur Prüfung. Aber jeder kleine Sieg war ein Meilenstein. Ich lernte, mir selbst zu vertrauen, Geduld zu haben und jeden Fortschritt zu feiern.
Meine Prothese ist heute mehr als ein Stück Technik. Sie ist mein Werkzeug, meine Unterstützung – aber vor allem ist sie ein Symbol. Ein Symbol dafür, dass ich nicht aufgegeben habe.
Vom Opfer zur Kämpferin
Lange Zeit schämte ich mich für meinen Arm. Ich fühlte mich angestarrt, reduziert auf meine Behinderung. Doch irgendwann kam der Moment, in dem ich beschloss: Ich bin nicht Opfer, ich bin Kämpferin.
Ich begann, meine Geschichte zu teilen – auf Instagram, YouTube und TikTok. Ich zeigte nicht nur die schönen Momente, sondern auch Tränen, Schmerzen, Narben. Authentisch, echt, verletzlich. Und plötzlich geschah etwas: Menschen hörten zu. Sie schrieben mir, dass ich ihnen Mut mache, dass sie durch mich Hoffnung finden. Heute folgen mir Millionen. Sie sehen in mir nicht die Frau ohne Arm, sondern die, die niemals aufgibt. Ich bin die „einarmige Löwin“ geworden – ein Name, der mich trägt, weil er zeigt: Stärke hat viele Gesichter. Mein Weg ist noch lange nicht zu Ende.
Ich weiß, dass mein Leben mit Prothese, mit Schmerz, mit CRPS nie „einfach“ sein wird. Aber ich habe gelernt: Ich kann stärker sein als alles, was mich zerstören wollte.
Ich stehe hier – nicht perfekt, nicht schmerzfrei, aber lebendig. Und wenn ich eines weitergeben kann, dann das: Egal, wie tief du fällst, du kannst immer wieder aufstehen. Vielleicht nicht so wie vorher, vielleicht völlig anders – aber du kannst.
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