Stoma: Leben mit Beutel

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Hilfe mit hohem Tragekomfort und kaum Einschränkungen

 

Autor: Gunnar Römer

Das Tragen eines Stomas galt früher als schwerer Einschnitt. Auch heute noch kursieren Horrorgeschichten über das „Leben mit Beutel“. Völlig zu Unrecht, denn die modernen Stomata haben nur noch wenig mit den Exemplaren früherer Zeiten gemeinsam. Auch die Pflege der künstlichen Darmausgänge ist dank innovativer Produkte aus dem Sanitätshaus leicht zu bewerkstelligen. Und so müssen Stomaträgerinnen und -träger heute auf praktisch nichts mehr verzichten.

© MCS Medical Center Südwestfalen GmbH & Co. KG

Darmerkrankungen, Tumore oder OPs: Diese Diagnosen erfordern häufig ein Stoma. „Noch immer sind Ängste allgegenwärtig. Patientinnen und Patienten fürchten sich vor einem Verlust der natürlichen Körperfunktion und vielen Einschränkungen“, so Nicole Wilmes, Stomaexpertin aus dem Medical Center Südwestfalen in Freudenberg. Vieles habe sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert, berichtet die examinierte Krankenschwester. Die Stomaträgerinnen und -träger von heute treiben Sport und gehen unbeschwert auf Reisen.

Unproblematische Stomapflege dank innovativer Produkte

Ängste bereitet auch die Vorstellung, die Pflege sei sehr aufwendig. „Die modernen Systeme, verbunden mit den passenden Pflegeprodukten machen die Stomapflege einfach“, sagt Nicole Wilmes. Der Wechselrhythmus des Versorgungssystems unterscheidet sich je nach Stoma und ausgewähltem Beutelsystem. Die peristomale Haut wird am besten mit lauwarmem Wasser mittels Vlieskompressen gereinigt und getrocknet. Vom Prinzip her gilt das für alle Stomaarten, also Dünndarm-Stoma (Ileostoma), Dickdarm-Stoma (Colostoma) oder künstlichen Harnausgang (Urostoma).

Nach der Reinigung sollte auf den Einsatz von rückfettenden Cremes verzichtet werden, andernfalls kleben die Komponenten nicht richtig. „Die klassischen Drogerieprodukte sind nicht geeignet, dafür halten wir im Sanitätshaus spezielle Pflegecremes oder farblose Hautschutzsprays bereit“, erklärt Wilmes. Ist die entsprechende Körperstelle stark behaart, empfiehlt die Expertin eine regelmäßige Rasur.

Für Stomaträgerinnen und -träger ist heute ein normales Leben möglich

Die Liste der Verbesserungen, die ein heutiges Versorgungssystem von einem früheren unterscheidet, ist lang: Das beginnt schon bei der Form. Die Systeme sind so entworfen, dass sie von außen unter der Kleidung praktisch unsichtbar sind. Stomaträgerinnen und -träger können zwischen völlig unterschiedlichen Beutelformen wählen, die für den individuellen Bedarf am besten passen. Ein weiterer Vorteil ist das moderne Hautschutzmaterial, das deutlich besser auf der Haut haftet und gleichzeitig gut verträglich ist. Die Beutel selbst sind mit Vlies ausgekleidet und standardmäßig mit einem Aktivkohlefilter versehen.

Kurzum: Der Tragekomfort heutiger Stomaversorgungssysteme ist mit früher nicht mehr zu vergleichen und in puncto Reisen und Sport können Betroffene ein relativ normales Leben führen. Doch gibt es überhaupt keine Einschränkungen? Auf Kampfsport oder Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko sollte ebenso verzichtet werden wie auf alle Tätigkeiten, bei denen die Bauchmuskulatur extrem beansprucht wird. Reisen hingegen können unbeschwert geplant werden. Ein Stomapass/Travel Certificate sorgt für Klarheit bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen. „Jedoch muss an ausreichend Versorgungsmaterial gedacht werden, das auf Koffer und Handgepäck aufgeteilt werden sollte“, resümiert Wilmes. In Einzelfällen sollte die höhere Durchfallgefahr in warmen Ländern beachtet werden. Generell sind Stomaträgerinnen und -träger berechtigt, einen Schlüssel für eine Behindertentoilette zu erwerben.

„Die Kostenerstattung muss wieder ausgebaut werden.“

Die heutigen Versorgungssysteme sind fortschrittlicher denn je. Laut Nicole Wilmes wird es Zeit, dass dies auch für die Kostenerstattung gilt: Diese wurde in der Vergangenheit durch die Krankenkassen sukzessive heruntergefahren. Pflegeprodukte, Kompressen oder Pflasterentferner müssen die Kundinnen und Kunden heute meist aus eigener Tasche zahlen. Noch spürbarer wird dies beim Thema Außendienst. Oft gibt es kurz nach Stomaanlage noch Unsicherheiten, die sich am besten durch einen Kundenbesuch ausräumen lassen. Angesichts steigender Mobilitätspreise und gleichzeitig sinkender Vergütung leider ein Service, der immer seltener angeboten werden kann.

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Hier hat Nicole Wilmes einen klaren Wunsch an die Kostenträger: „Wir haben in den vergangenen Jahren derart große Fortschritte in der Stomaversorgung gemacht, die jetzt nicht durch Sparen am falschen Ende zunichtegemacht werden sollten“.

Das Medical Center Südwestfalen wurde 2008 gegründet und beschäftigt aktuell rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 13 Standorten. Mehr über das Sanitätshaus mit dem Lächeln erfahren Sie hier: www.mcs-medicalcenter.de

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