Wenn die Nahrungsaufnahme zur Herausforderung wird
Mangelernährung früh erkennen, Versorgung mit Trinknahrung sichern
Autor: Gunnar Römer
Das Thema Mangelernährung ist aktuell wie eh und je. Gerade ältere Menschen sind betroffen. Erkrankungen, Schluckstörungen und bestimmte Medikamente fördern diesen Zustand. Eine wichtige Bedeutung kommt dann Produkten wie Trinknahrung zu, die heute äußerst vielfältig und lecker daherkommen. Um den Bedarf zu ermitteln, sind qualifizierte Beratungen durch Expertinnen und Experten aus dem Sanitätshaus nötig.
Es trifft vor allem ältere Menschen mit Grunderkrankungen: Mangelernährung. „Bis zu 60 Prozent aller Bewohner in Pflegeheimen sind gefährdet“, weiß Christian Gortheil, Ernährungsexperte im Sanitätshaus Perick. Im Krankenhaus ist es jeder Vierte. Entsprechend bedeutsam ist die Arbeit von Christian Gortheil und seinen Kollegen, die in Pflegeheime fahren und sowohl Pflegepersonal als auch Bewohner beraten.
Den Teufelskreis der Mangelernährung gezielt durchbrechen

Man muss sich Mangelernährung wie einen Teufelskreis vorstellen. Eine Erkrankung löst Appetitlosigkeit aus, diese führt zu weniger Nahrungsaufnahme und einem Nährstoffmangel, das Körpergewicht sinkt, das Immunsystem wird geschwächt und es treten neue Krankheiten auf. Verschärfende Faktoren sind ein hohes Alter sowie soziale, psychische und finanzielle Probleme. „Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden“, resümiert Experte Gortheil. Doch obwohl die Mangelernährung so häufig ist, wird sie vergleichsweise selten diagnostiziert. Das liegt daran, dass die typischen Anzeichen wie Schwäche, nachlassende Leistungsfähigkeit und Konzentrationsschwäche auch als normale Alterserscheinungen gedeutet werden. Umso wichtiger ist ein intensives Screening.
Christian Gortheil erinnert sich an Zeiten, in denen pro Station mindestens zwei bis drei Bewohner mit einer PEG-Sonde ernährt wurden. Hier hat in den vergangenen 20 Jahren ein Wandel stattgefunden. Sondennahrung kommt heute nur noch bei akuten Krankheiten wie einem Schlaganfall oder Schluckproblemen zum Einsatz. Sehr häufig hingegen setzt man auf Trinknahrung, die heute nur noch wenig mit den primitiven, nicht immer wohlschmeckenden Drinks von damals gemeinsam hat. „Es gibt sehr unterschiedliche Varianten: Joghurt, Vanillepudding, Emulsion, sogar Eis lässt sich aus den Produkten zubereiten“, weiß Christian Gortheil und ergänzt: „Auch geschmacksneutrale Trinknahrung, z. B. zum Untermischen in Kartoffelbrei, ist verfügbar.“
Entscheidend ist, wie es den Patientinnen und Patienten dargereicht wird. Ein einfaches Hinstellen einer Plastikflasche löst bei vielen Assoziationen mit Astronautenkost aus und wird verschmäht. Schön im Glas angerichtet mit Strohhalm, Eiswürfel, Sahne und Kirsche wird es zum gerne angenommenen Gaumenschmaus. Praktisch: Jede Trinknahrung kann mit normaler Kost kombiniert werden. Die Produkte besitzen einen sehr hohen Eiweiß- und Nährstoffanteil und sind daher ideal zur Bekämpfung einer Mangelernährung. Nur mehr zu sich nehmen reicht aber nicht: Nach Möglichkeit sollte immer die Ursache der Problematik angegangen werden.
Gemeinsam Vorbehalte abbauen und Bedarf ermitteln
Christian Gortheil fährt gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Sanitätshaus in die Heime, um die Bewohner auf ihren Ernährungszustand hin zu begutachten. Dazu gehört die Erstellung eines biografischen BMI. Er bildet ab, wie der Ernährungszustand einer Person in den letzten 30 Jahren war. Ist ein Bewohner beispielsweise immer sehr dünn gewesen, schlagen die Experten keinen Alarm. Erfasst werden im Rahmen der Ernährungsvisiten auch körperliche und psychische Besonderheiten sowie Medikamente. Aus diesem Gesamtbild erstellen die Spezialisten dann einen Plan, der die Gabe entsprechender Nahrungsergänzungsmittel – entweder Trinknahrung oder hochkalorische Mischungen aus der Heimküche – regelt. Trotz vieler Auswahl und leckeren Geschmäckern: Es gibt zuerst viel Unsicherheit, wenn das Thema Trinknahrung auf den Tisch kommt. Oft gibt es zu Beginn sogar Ablehnung, nach einem zehnminütigen Gespräch, so Gortheils Erfahrung, sind die Leute dann aber offen dafür. Oder wie der Experte es ausdrückt: „Hürden überwindet man durch qualifizierte Beratung!“

Das Sanitätshaus Perick wurde 1990 in Steinfurt gegründet. Mittlerweile ist der Mitarbeiterstamm auf 45 erfahrene und motivierte Kräfte im Bereich der Medizin-/ Rehatechnik sowie Homecare angewachsen.
perick.de facebook.com/rehateamPerick
instagram.com/pericksanitaetshaus
Das könnte Sie noch interessieren:
Interessante Themen zu diesem Bereich
Buchtipp
Hier folgt noch eine Überschrift
Und hier kommt der Haupttext hin, mit allem Zipp und Zapp etc. pp. usw. usf. ist ja klar lierom lorum ipsum dfsdlghvdlkjvjkdyjkjkfbjk
Auf der SAM-Facebookseite verlosen bis zum xx.xx.2023 xxxx Exemplare!
Das könnte Sie noch interessieren:
Interessante Themen zu diesem Bereich
Buchtipp
Hier folgt noch eine Überschrift
Und hier kommt der Haupttext hin, mit allem Zipp und Zapp etc. pp. usw. usf. ist ja klar lierom lorum ipsum dfsdlghvdlkjvjkdyjkjkfbjk
Auf der SAM-Facebookseite verlosen bis zum xx.xx.2023 xxxx Exemplare!
