Sanitätshaus Aktuell AG sucht den direkten Dialog mit den Krankenkassen für mehr Effizienz im Hilfsmittelmarkt


Offener Brief soll Austausch anstoßen und gemeinsame Lösungen für eine effizientere Hilfsmittelversorgung ermöglichen

Die Sanitätshaus Aktuell AG wendet sich mit einem offenen Brief direkt an die gesetzlichen Krankenkassen. Anlass ist die geplante Kürzung der Vergütung für Hilfsmittel um drei Prozent. Für Sanitätshaus Aktuell geht es dabei jedoch um mehr als um die aktuelle gesetzliche Regelung: Die Sanitätshausbranche möchte den direkten Austausch mit den Krankenkassen intensivieren und ihre Rolle als wichtiger Partner in der Hilfsmittelversorgung stärker sichtbar machen.

Sanitätshäuser leisten einen wesentlichen Beitrag zur ambulanten Versorgung. Sie versorgen Menschen mit Hilfsmitteln, unterstützen ein selbstbestimmtes Leben zu Hause und tragen damit auch zur Entlastung anderer Bereiche des Gesundheitswesens bei. Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen im Alltag von unterschiedlichen Verträgen, individuellen Anforderungen und jeweils eigenen Prozessen geprägt.
„Die Sanitätshausbranche ist ein zentraler Partner der Krankenkassen in der Hilfsmittelversorgung. Trotzdem fehlt bislang ein strukturierter, krankenkassenübergreifender Austausch auf Augenhöhe. Das möchten wir ändern“, sagt Ulf Doster, Vorstandsmitglied der Sanitätshaus Aktuell AG. „Unsere Mitgliedsbetriebe arbeiten täglich mit unterschiedlichen Krankenkassen und individuellen Anforderungen. Wir wollen deshalb den direkten Kontakt ausbauen, praktische Erfahrungen einbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die für beide Seiten funktionieren. Gerade im Jahr 2026 müssen wir uns fragen, ob es noch zeitgemäß ist, Ressourcen auf beiden Seiten für unterschiedliche Abläufe, wiederkehrende Abstimmungen und manuelle Prozesse zu binden, die sich längst einfacher lösen ließen. Hier sehen wir großes Potenzial für eine echte Win-win-Situation: Wenn wir Prozesse gemeinsam vereinfachen, standardisieren und digitaler gestalten, können Krankenkassen und Leistungserbringer gleichermaßen effizienter arbeiten – und gleichzeitig mehr Ressourcen für die Versorgung der Versicherten gewinnen.“

Aus Sicht der Sanitätshaus Aktuell AG ist gerade die geplante Vergütungskürzung ein Anlass, die Zusammenarbeit neu zu betrachten. Wenn Vergütungen sinken, gleichzeitig aber unterschiedliche Anforderungen, Rückfragen und Abstimmungsprozesse bestehen bleiben, steigt der Aufwand für die Betriebe weiter. Das bindet Ressourcen, die an anderer Stelle in der Versorgung benötigt werden. Dabei geht es nicht darum, Anforderungen der Krankenkassen infrage zu stellen. Vielmehr geht es darum, gemeinsam zu prüfen, wo Prozesse einfacher, einheitlicher und digitaler gestaltet werden können. Klare Ansprechpartner, standardisierte Abläufe und weniger manuelle Abstimmungen können auf beiden Seiten Zeit und Kosten sparen. Genau darin liegt die Chance: Die Krankenkassen können ihre Prozesse effizienter gestalten, die Sanitätshäuser werden von vermeidbarem Verwaltungsaufwand entlastet – und die frei werdenden Ressourcen kommen letztlich der Versorgung zugute.

„Wir möchten nicht über Krankenkassen sprechen, sondern mit ihnen“, so Doster. „Viele Prozesse sind über Jahre unterschiedlich gewachsen sind. Wenn wir diese gemeinsam betrachten, können wir an vielen Stellen einfacher und schneller werden. Das entlastet beide Seiten und schafft mehr Raum für das, worum es eigentlich geht: eine gute und verlässliche Versorgung der Versicherten.“

Der offene Brief ist deshalb bewusst als Einladung zum konstruktiven Dialog formuliert. Sanitätshaus Aktuell AG möchte den Austausch nicht erst dann suchen, wenn konkrete Probleme in der Umsetzung entstehen. Vielmehr soll ein regelmäßiger Kontakt zwischen Krankenkassen und Sanitätshausbranche dazu beitragen, Anforderungen frühzeitig zu besprechen, praktikable Lösungen zu entwickeln und die Zusammenarbeit langfristig zu verbessern.

„Die Hilfsmittelversorgung ist ein wichtiger Teil der ambulanten Versorgung. Wir leisten als Branche jeden Tag einen erheblichen Beitrag dazu, dass Menschen gut und möglichst selbstbestimmt versorgt werden können. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen und Prozesse, die diese Arbeit unterstützen und nicht unnötig erschweren“, betont Doster. „Unser offener Brief ist deshalb ein erster Schritt. Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam daran arbeiten, dass die Zusammenarbeit einfacher, effizienter und verlässlicher wird.“

Offener Brief an die Gesetzlichen Krankenkassen

Ulf Doster unterschreibt den offenen Brief an die gesetzlichen Krankenkassen
Icon Händeschütteln

Möchten Sie Teil unseres erfolgreichen Partnernetzwerks werden oder haben Sie weitere Fragen?

Wir stehen Ihnen gerne für alle Informationen zur Verfügung und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen zu wachsen.